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Presskork – Herstellung, Eigenschaften & Anwendungen

Wie aus Korkgranulat ein vielseitiger Werkstoff entsteht

Presskork – auch Korkagglomerat genannt – verbindet die natürliche Zellstruktur von Kork mit den Möglichkeiten moderner Werkstoffherstellung.

Als Ausgangsmaterial dient Korkgranulat. Die einzelnen Korkkörner werden mit einem Bindemittel verbunden und unter definierten Bedingungen zu Blöcken, Platten, Rollen oder Formteilen verarbeitet.

Dadurch können aus Kork Werkstoffe mit unterschiedlichen Stärken, Körnungen, Rohdichten und Oberflächen hergestellt werden.

Bei den entsprechenden von uns angebotenen Presskorkqualitäten liegt der Korkanteil bei über 90 %. Als Bindemittel wird Polyurethanharz (PU) mit einem Anteil von unter 10 % eingesetzt.

👉 Zurück zum Korkwissen

👉 Naturkork, Presskork & Backkork – was ist der Unterschied?

Was ist Presskork?

Presskork besteht aus Korkgranulat, das mit einem Bindemittel wieder zu einem zusammenhängenden Werkstoff verbunden wird.

Das unterscheidet Presskork grundlegend von massivem Naturkork: Die ursprüngliche Korkrinde wird zunächst zerkleinert. Die charakteristische mikroskopische Zellstruktur des Korks bleibt jedoch innerhalb der einzelnen Granulatkörner erhalten.

Dadurch bringt auch Presskork viele typische Eigenschaften des Naturmaterials mit.

Gleichzeitig lassen sich durch die Verarbeitung Eigenschaften wie Körnung, Rohdichte, Festigkeit, Flexibilität, Materialstärke und Oberflächenstruktur gezielt beeinflussen.

💡 Gut zu wissen

Presskork ist echter Kork – aber kein reiner Naturkork.

Der überwiegende Teil des Werkstoffs besteht aus natürlichem Korkgranulat. Ein zusätzliches Bindemittel verbindet die einzelnen Korkkörner dauerhaft miteinander.

Bei unseren entsprechenden Presskorkqualitäten beträgt der Korkanteil mehr als 90 %.

Wie wird Presskork hergestellt?

Die Herstellung von Presskork beginnt mit natürlichem Kork. Geeignete Korkstücke sowie verwertbare Reste aus der Korkverarbeitung werden zerkleinert und anschließend zu einem neuen Korkwerkstoff verarbeitet.

Vereinfacht lässt sich der Herstellungsweg so darstellen:

Kork bzw. geeignete Korkreste → Zerkleinerung → Korkgranulat → Sortierung nach Körnung → Bindemittel → Formgebung & Pressung → Aushärtung → Weiterverarbeitung

1. Kork wird zu Granulat verarbeitet

Geeignete Korkstücke und verwertbare Reste aus der Korkverarbeitung werden mechanisch zerkleinert.

Dabei entsteht Korkgranulat. Dieses kann anschließend nach unterschiedlichen Korngrößen und Qualitäten sortiert werden.

Die Körnung ist später ein wichtiger Faktor für die Herstellung, denn je nach gewünschtem Produkt können unterschiedlich große Korkgranulate eingesetzt werden.

So entsteht ein vielseitiger natürlicher Rohstoff, der gezielt zu unterschiedlichen Korkwerkstoffen weiterverarbeitet werden kann.

2. Das Granulat wird mit einem Bindemittel vermischt

Damit aus den einzelnen Korkgranulaten wieder ein stabiler, zusammenhängender Werkstoff entsteht, wird dem Granulat ein Bindemittel zugesetzt.

Bei unseren entsprechenden Presskorkprodukten wird dafür Polyurethanharz (PU) eingesetzt.

Polyurethan ist kein natürlicher Bestandteil des Korks, sondern ein zusätzliches synthetisches Bindemittel. Es sorgt dafür, dass die einzelnen Korkgranulate dauerhaft miteinander verbunden werden.

Dabei sollte klar unterschieden werden:

Korkgranulat = natürlicher Rohstoff
PU-Harz = zusätzliches synthetisches Bindemittel

Bei unseren entsprechenden Presskorkqualitäten liegt der Korkanteil bei über 90 %, während der Anteil des PU-Bindemittels unter 10 % liegt.

3. Formgebung und Pressung

Das vorbereitete Gemisch aus Korkgranulat und Bindemittel wird anschließend je nach gewünschtem Produkt geformt und gepresst.

So entstehen beispielsweise Korkblöcke oder andere Formkörper, die nach dem Aushärten weiterverarbeitet werden können.

Körnung, Verdichtung, Bindemittel und Herstellungsverfahren ermöglichen Presskorkwerkstoffe mit unterschiedlichen Rohdichten, Materialstärken, Festigkeiten und Oberflächenstrukturen.

Deshalb kann Presskork je nach Herstellung sehr unterschiedliche Eigenschaften besitzen.

4. Aushärten und Weiterverarbeitung

Nach der Formgebung und Pressung muss der Werkstoff aushärten, damit ein dauerhaft stabiler Materialverbund entsteht.

Anschließend können die entstandenen Korkblöcke oder Formkörper je nach gewünschtem Endprodukt weiterbearbeitet werden – beispielsweise durch Schneiden, Schleifen oder andere Bearbeitungsverfahren.

Aus Presskork entstehen unter anderem:

✔ Korkplatten
✔ Rollenkork
✔ Unterlagen
✔ Formteile
✔ Bodenprodukte
✔ technische Korkprodukte
✔ dekorative Elemente

Warum benötigt Presskork ein Bindemittel?

Beim Zerkleinern der Korkrinde geht die zusammenhängende Struktur des ursprünglichen Rindenstücks verloren. Es entstehen einzelne Korkgranulate.

Damit diese wieder zu einem formstabilen und zusammenhängenden Werkstoff verbunden werden können, wird bei Presskork ein zusätzliches Bindemittel eingesetzt.

Art und Anteil des Bindemittels gehören – neben Korkqualität, Körnung, Rohdichte, Verdichtung und Herstellungsverfahren – zu den Faktoren, die die Eigenschaften des fertigen Presskorks beeinflussen.

Wichtig ist dabei auch die Abgrenzung zu Backkork beziehungsweise expandiertem Kork:

Presskork: Korkgranulat wird mit einem zusätzlichen Bindemittel verbunden.

Backkork / expandierter Kork: Korkgranulat wird thermisch expandiert; für die Verbindung der Korkkörner ist bei klassischem expandiertem Kork kein zusätzliches synthetisches Bindemittel erforderlich.

👉 Naturkork, Presskork & Backkork – was ist der Unterschied?

💡 Gut zu wissen

Presskork ist echter Kork – aber kein reiner Naturkork.

Der überwiegende Teil des Werkstoffs besteht aus natürlichem Korkgranulat. Das zusätzliche Bindemittel verbindet die einzelnen Granulatkörner dauerhaft zu einem neuen Werkstoff.

Bei unseren entsprechenden Presskorkqualitäten beträgt der Korkanteil mehr als 90 %.

Fein oder grob – warum die Körnung wichtig ist

Presskork kann aus unterschiedlich großen Korkgranulaten hergestellt werden.

Die Körnung beeinflusst vor allem die Optik, Oberflächenstruktur und teilweise die mechanischen Eigenschaften des fertigen Werkstoffs.

Feinkörniger Presskork

Feine Granulate erzeugen eine vergleichsweise gleichmäßige und geschlossene Oberfläche.

Das kann beispielsweise von Vorteil sein, wenn:

✔ präzise Zuschnitte benötigt werden
✔ eine feinere Oberfläche gewünscht ist
✔ kleinere Bauteile hergestellt werden
✔ eine gleichmäßige Optik wichtig ist

Grobkörniger Presskork

Größere Granulate bleiben optisch stärker sichtbar und erzeugen eine deutlichere Korkstruktur.

Je nach Herstellungsverfahren und Rohdichte kann sich auch das mechanische Verhalten verändern.

Wichtig ist deshalb:

Feiner bedeutet nicht automatisch besser – und gröber nicht automatisch schlechter.

Die richtige Körnung hängt von der Anwendung ab.

Die Rohdichte – ein wichtiger Kennwert

Neben der Körnung ist die Rohdichte ein wichtiger Kennwert von Presskork.

Sie beschreibt vereinfacht, wie viel Masse eines Werkstoffs sich in einem bestimmten Volumen befindet.

Presskorkprodukte können trotz gleicher Materialart unterschiedliche Rohdichten besitzen. Beeinflusst wird die Rohdichte unter anderem durch Körnung, Verdichtung, Bindemittelanteil und Herstellungsverfahren.

Die Rohdichte kann wiederum Einfluss auf verschiedene Eigenschaften des fertigen Presskorks haben, beispielsweise auf:

✔ Festigkeit
✔ Kompressionsverhalten
✔ Rückstellverhalten
✔ Gewicht
✔ Flexibilität
✔ Wärme- und Schalldämmeigenschaften

Eine höhere Rohdichte bedeutet dabei nicht automatisch eine höhere Qualität. Entscheidend ist vielmehr, welche Eigenschaften für die jeweilige Anwendung benötigt werden.

Wie hoch die Rohdichte konkret ist, hängt deshalb von der jeweiligen Presskorkqualität ab.

Ein Beispiel mit technischen Kennwerten einer unserer dokumentierten Presskorkqualitäten finden Sie in der folgenden Tabelle.

Technische Daten einer unserer Presskorkqualitäten

Für die von uns dokumentierte Presskorkqualität liegen folgende technische Angaben vor:

Eigenschaft

Angegebener Wert

Korkgranulat

3–7 mm

Rohdichte

230–300 kg/m³

Zugfestigkeit

≥ 400 kPa

Kompressibilität

10–30 %

Rückstellung

≥ 65 %

Kochwasserbeständigkeit

keine Desaggregation 

Zugfestigkeit beschreibt vereinfacht, welcher Zugbeanspruchung das Material widerstehen kann.

Kompressibilität beschreibt, wie stark sich der Presskork unter einer definierten Druckbelastung zusammendrücken lässt.

Rückstellung gibt Auskunft darüber, in welchem Umfang sich das Material nach der Belastung wieder in Richtung seiner ursprünglichen Form zurückbewegt.

Die angegebene Kochwasserbeständigkeit ohne Desaggregation bedeutet, dass die geprüfte Materialqualität unter den Bedingungen der entsprechenden Prüfung nicht in ihre einzelnen Granulatbestandteile zerfiel.

Das ist ausdrücklich nicht dasselbe wie die Aussage, jedes Presskorkprodukt sei dauerhaft wasserdicht.

💡 Gut zu wissen

Technische Kennwerte gelten immer für die jeweilige Presskorkqualität.

Werte wie Rohdichte, Zugfestigkeit, Kompressibilität und Rückstellung hängen unter anderem von Körnung, Verdichtung, Bindemittel und Herstellungsverfahren ab. Sie können deshalb nicht pauschal auf jeden Presskork übertragen werden.

Kompressibilität und Rückstellung gehören dabei zusammen: Presskork kann sich unter einer definierten Belastung zusammendrücken. Nach der Entlastung besitzt das Material die Fähigkeit, sich wieder in Richtung seiner ursprünglichen Form zurückzustellen.

Wie stark dieses Verhalten ausgeprägt ist, hängt von der konkreten Presskorkqualität ab. Die charakteristische elastische Zellstruktur des Korks innerhalb der Granulatkörner spielt dabei weiterhin eine wichtige Rolle.

👉 Aufbau & Zellstruktur von Kork

Was bleibt von der natürlichen Zellstruktur erhalten?

Ja – allerdings muss man genau unterscheiden.

Beim Zerkleinern geht die zusammenhängende Struktur der ursprünglichen Korkrinde verloren.

Die einzelnen Granulatkörner bestehen jedoch weiterhin aus Kork. Innerhalb dieser Körner bleibt die charakteristische Zellstruktur des Naturmaterials erhalten.

Das ist einer der Gründe, warum Presskork trotz seiner Verarbeitung weiterhin typische Korkeigenschaften besitzen kann.

Der fertige Werkstoff ist also eine Kombination aus:

  • natürlicher Korkzellstruktur innerhalb der Granulate
  • technisch erzeugter Verbindung zwischen den Granulatkörnern

Presskork und Wasser

Kork selbst ist von Natur aus wasserabweisend. Auch bei Presskork beeinflusst die charakteristische Zellstruktur des Korks das Verhalten gegenüber Feuchtigkeit.

Bei Presskork kommt jedoch ein weiterer Faktor hinzu:

das Bindemittel.

Deshalb hängt die Wasserbeständigkeit eines Presskorkprodukts nicht allein vom Kork ab, sondern unter anderem von:

✔ Bindemittelsystem
✔ Bindemittelanteil
✔ Rohdichte
✔ Körnung
✔ Oberflächenbehandlung
✔ Materialstärke
✔ Dauer der Wasserbelastung

Für die von uns dokumentierte Presskorkqualität weist das Datenblatt bei der Prüfung der Kochwasserbeständigkeit keine Desaggregation aus.

Das bedeutet: Unter den Bedingungen dieser Prüfung blieb der Verbund erhalten.

Es bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes daraus hergestellte Produkt technisch wasserdicht ist.

Wärme, Schall und Schwingungen – welche Rolle spielt Presskork?

Die Korkgranulate verlieren durch die Herstellung nicht vollständig die charakteristische Zellstruktur des Naturkorks.

Die zahlreichen gasgefüllten Zellen innerhalb der Granulate tragen deshalb weiterhin zu typischen Eigenschaften des Materials bei.

Presskork kann je nach Produkt und Aufbau unter anderem:

✔ den Wärmetransport vermindern
✔ Schall absorbieren beziehungsweise dämpfen
✔ Trittschall reduzieren
✔ Schwingungen dämpfen
✔ als elastische Zwischenlage dienen

Die tatsächlichen technischen Kennwerte hängen jedoch vom konkreten Produkt ab.

👉 Technische Eigenschaften von Kork (demnächst)

👉 Korkdämmung – Wärme, Schall & Anwendungen (demnächst)

Was wird aus Presskork hergestellt?

Die Möglichkeit, Korkgranulat zu unterschiedlichen Formen und Dichten zu verbinden, macht Presskork besonders vielseitig.

Typische Produkte sind:

Korkplatten

Formstabile Platten in unterschiedlichen Materialstärken für zahlreiche technische, handwerkliche und kreative Anwendungen.

👉 Korkplatten – Stärken, Anwendungen & Verarbeitung

Rollenkork

Flexibler Presskork in Rollenform – beispielsweise für Wandflächen, Unterlagen, Bastelarbeiten und zahlreiche weitere Projekte.

👉 Rollenkork – welche Stärke für welches Projekt?

Pinnwände und Wandgestaltung

Kork lässt sich aufgrund seiner Struktur sehr gut als Pinnfläche und für dekorative Wandgestaltungen einsetzen.

👉 Pinnwand & Wandgestaltung (demnächst)

Bodenprodukte und Unterlagen

Presskork kann Bestandteil von Bodenbelägen oder als elastische Unterlage eingesetzt werden.

Technische Formteile

Durch die Formgebung können auch Dichtungen, Zwischenlagen, Puffer und andere technische Korkbauteile hergestellt werden.

Dekoration & DIY

Platten, Scheiben und Formteile aus Presskork eignen sich für zahlreiche kreative Projekte.

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Presskork schneiden und bearbeiten

Welches Werkzeug geeignet ist, hängt vor allem von der Materialstärke und Rohdichte ab.

Für dünnere Korkmaterialien können je nach Produkt scharfe Messer oder Scheren ausreichen.

Bei stärkeren Presskorkplatten sind Sägen häufig die bessere Wahl.

Wichtig ist immer ein scharfes Werkzeug, damit die Granulatstruktur möglichst sauber getrennt wird und die Kanten nicht unnötig ausbrechen.

👉 Korkplatten richtig schneiden

👉 Rollenkork richtig schneiden

Presskork richtig kleben

Presskork lässt sich auf vielen geeigneten Untergründen verkleben.

Entscheidend sind dabei:

✔ Untergrund
✔ Materialstärke
✔ Belastung
✔ Fläche
✔ Feuchtigkeit
✔ verwendeter Klebstoff

Für viele unserer Anwendungen mit Korkplatten und Rollenkork verwenden beziehungsweise empfehlen wir WAKOL D 3540.

Bei diesem Kontaktklebstoff werden die zu verklebenden Flächen beidseitig beschichtet. Nach dem Ablüften werden die Flächen zusammengefügt; anschließend entsteht unmittelbar eine starke Verbindung.

👉 Kork richtig kleben

🛠 Werkstatt-Tipp von korkie 

Presskork lässt sich sehr gut bearbeiten – wenn Werkzeug und Materialstärke zusammenpassen. Bei dünnem Material ist ein sauberer Schnitt häufig problemlos möglich. Bei stärkeren Platten sorgt eine geeignete Säge meist für kontrolliertere Schnittkanten. Vor größeren Projekten empfehlen wir außerdem, Kleber, Werkzeug und gewünschtes Ergebnis zunächst an einem Reststück zu testen.

Presskork, Naturkork oder Backkork? 

Die drei Werkstoffe besitzen denselben natürlichen Ursprung, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Herstellung. 

Naturkork Die gewachsene Struktur der Korkrinde bleibt weitgehend erhalten. 

Presskork Korkgranulat wird mit einem zusätzlichen Bindemittel verbunden. 

Backkork / expandierter Kork Korkgranulat wird thermisch expandiert und verbindet sich ohne zusätzliches synthetisches Bindemittel zwischen den Granulatkörnern. 

 👉 Naturkork, Presskork & Backkork – was ist der Unterschied?

🌿 Fazit – Presskork macht Kork vielseitig formbar

Presskork verbindet einen hohen Anteil natürlichen Korks mit den Möglichkeiten eines technisch hergestellten Werkstoffs.

Durch das Zerkleinern der Korkrinde entstehen Granulate, die anschließend mit einem Bindemittel zu Platten, Rollen, Blöcken und Formteilen verarbeitet werden können.

Innerhalb der einzelnen Granulatkörner bleibt dabei die charakteristische Zellstruktur des Korks erhalten.

Körnung, Rohdichte, Bindemittel und Herstellungsverfahren bestimmen jedoch wesentlich mit, welche Eigenschaften das fertige Presskorkprodukt besitzt.

Deshalb gilt:

Presskork ist nicht gleich Presskork.

Für die richtige Auswahl sollte immer die konkrete Anwendung betrachtet werden.

Häufige Fragen zu Presskork

Ist Presskork echter Kork?
Ja. Presskork besteht überwiegend aus natürlichem Korkgranulat. Bei unseren entsprechenden Presskorkqualitäten beträgt der Korkanteil mehr als 90 %.

Was ist der Unterschied zwischen Presskork und Naturkork?
Bei Naturkork bleibt die gewachsene Rindenstruktur weitgehend erhalten. Presskork wird aus Korkgranulat hergestellt, das mit einem Bindemittel zu einem neuen Werkstoff verbunden wird.

Welches Bindemittel wird für Presskork verwendet?
Bei unseren entsprechenden Presskorkprodukten wird Polyurethanharz (PU) verwendet. Andere Presskorkprodukte können abhängig von Hersteller und Einsatzzweck andere Bindemittelsysteme besitzen.

Ist Polyurethan natürlich?
Nein. Polyurethan ist ein synthetischer Werkstoff und kein natürlicher Bestandteil von Kork.

Ist Presskork lebensmittelecht?
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt Korkagglomerate mit für Lebensmittelkontakt geeigneten Bindemitteln, beispielsweise für bestimmte Korken. Ob ein konkreter Presskork für direkten Lebensmittelkontakt geeignet ist, muss jedoch durch die entsprechende Produktqualität und deren Nachweise belegt sein.

Ist Presskork wasserfest?
Presskork kann je nach Qualität eine gute Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit besitzen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Presskorkprodukt wasserdicht ist. Bindemittel, Dichte, Oberfläche und Dauer der Belastung spielen eine wichtige Rolle.

Was bedeutet die Körnung bei Presskork?

Die Körnung bezeichnet die Größe der verwendeten Korkgranulate. Sie beeinflusst vor allem Optik und Oberflächenstruktur und kann zusammen mit Rohdichte, Bindemittel und Herstellungsverfahren auch die Eigenschaften des fertigen Presskorks beeinflussen.

Eine feinere Körnung bedeutet nicht automatisch eine höhere Qualität. Entscheidend ist die jeweilige Anwendung.

Warum ist die Rohdichte bei Presskork wichtig?

Die Rohdichte beschreibt, wie viel Masse eines Materials in einem bestimmten Volumen enthalten ist. Sie steht bei Presskork unter anderem mit Festigkeit, Kompressionsverhalten, Gewicht und Flexibilität in Zusammenhang.

Eine höhere Rohdichte bedeutet nicht automatisch eine höhere Qualität. Entscheidend ist, welche Eigenschaften für die jeweilige Anwendung benötigt werden.

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