...über Kork

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Strukturen Korkstoff

 

ÜBER KORK

DIE KORKEICHE

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EIGENSCHAFTEN

ANWENDUNGEN

                                     

Korkeiche_und_Ernte Über Kork

Mit dem Namen Kork bezeichnet man gewöhnlich die äußere Rinde der Korkeiche (Quercus suber L.), welche mit der Zeit einige Zentimeter an Stärke erreicht.

Es handelt sich bei dieser Rinde um ein pflanzliches Gewebe, welches mit Hilfe von Phellogenen aus abgestorbenen Mikrozellen gebildet wird. In bestimmter Zeit werden durch Auflagerung von Suberin, einem wasserundurchlässigen, wasserfesten und elastischem Biopolymer, eine gewisse Stärke gebildet. Im Innern der Zellen befindet sich Luft, aber kein Kohlendioxid. Weitere Hauptbestandteile des Naturmaterials setzen sich aus Linguin (wirkt isolierend), Taninen, Polysaccariden und Wachsen zusammen. Diese natürliche Komposition verleiht dem Kork seine einzigartigen Eigenschaften und bis heute unerreicht bleibt.


Kork wurde schon in der Antike als Werkstoff genutzt. Erste Verwendung fand Kork als Sohle von Sandalen- auch an den Füssen römischer Soldaten auf ihrem Zug um die halbe Welt.

Ob der Kellermeister von Dom Perignon den Kork als ideales Material für Flaschenverschlüsse entdeckte ist ungewiss- heute jedenfalls ist Kork der Rohstoff für eine Vielzahl von Anwendungen.

 

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BO031329 Die Korkeiche 

(Quercus suber L.) ist ein immergrünes Hartlaubgewächs. Sie wird zehn bis zwölf Meter hoch bei einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter. Erst im Alter von 20 Jahren kann eine Korkeiche zum ersten Mal geschält werden. Man erhält dabei den so genannten „Virginkork“, der vorwiegend für dekorative Zwecke Verwendung findet. Die Rinde wächst dann innerhalb von neun bis elf Jahren wieder nach. Dabei verbessert sich die Qualität des Kork, er wird feinzelliger und glatter und somit auch industriell verwertbar.

Korkeichen erreichen ein Alter von bis zu 350 Jahren- 150 Jahre wird sie geschält. Ein durchschnittlicher Baum liefert pro Ernte einige hundert Kilo Kork und das viele Generationen lang. Die Korkernte erfolgt auf nachhaltige Art und Weise ohne den Baum zu verletzen.

Korkeichenwälder bedecken eine Anbaufläche von ungefähr 2,5 Millionen Hektar in den Ländern: Portugal, Spanien, Algerien, Marokko, Frankreich, Italien und Tunesien.

Die Korkproduktion ist durch jährliche Neupflanzungen gesichert. Kein Baum darf gefällt oder verpflanzt werden ohne staatliche Genehmigung.

In Portugal wird jährlich mehr als die Hälfte der Weltjahresproduktion geerntet. Hier ist man schon immer besonders sorgfältig mit diesem Rohstoff umgegangen. Die ersten Gesetze zum Schutz der Korkeichen datieren aus dem vierzehnten Jahrhundert.

Mit steigendem Umweltbewußtsein wird die Korkeiche zunehmend interessanter. Es ist der einzige Baum, dessen Rinde gewonnen werden kann, ohne Verletzungen hervorzurufen und die von selbst nachwächst. Kork ist in der Tat ein erneuerbarer, umweltfreundlicher Rohstoff. Außerdem weist die Korkeiche eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft auf, indem der geschälte Baum fünfmal mehr Kohlendioxid bindet als der ungeschälte Baum. Diese einzigartigen Eigenschaften machen Kork zu einem natürlichen und zukunftsfähigen Produkt, dessen Nutzung dazu beiträgt, einen einzigartigen Lebensraum zu erhalten.

 

 

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20170411_183902 Umweltrelevanz

Korkeichenwälder sind bestens an die semiariden Regionen Südeuropas angepasst, verhindern Wüstenbildung und bilden einen perfekten Lebensraum für viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Die wirtschaftliche Nutzung und der Schutz der Korkeichenwälder sind wichtig für die Artenvielfalt, beugt Versteppung vor und fördert regional das soziale Gleichgewicht.

Kork kann außerdem einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Erderwärmung leisten. Die Rinde der Korkeiche regeneriert sich von selbst nach der Ernte und es ist bekannt, dass ein abgeernteter Korkbaum drei- bis fünfmal mehr Kohlendioxid bindet als ein nicht abgeernteter. Allein die portugiesischen Korkeichenwälder absorbieren 4,8 Millionen Tonnen CO² pro Jahr, die gesamten Korkeichenwälder des Mittelmeerraumes 14 Millionen Tonnen CO².

Die Korkindustrie selbst ist sehr „Öko-Effizient". Aller Kork wird genutzt, kein Gramm verschwendet. Selbst aus Korkstaub wird noch Energie erzeugt.

Durch den Kauf und die Nutzung von Korkprodukten fördert man den Erhalt und den Ausbau der Korkeichenwälder, unterstützt Arbeitskräfte und Handwerker und vorallem kommt man in den Genuß des Naturtalentes Kork! Unterstützen auch Sie das Naturprodukt Kork !!!

 

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Cortica_em_Aplicacoes_Aeroespaciais Eigenschaften

Die Rinde der Korkeiche weist eine einzigartige Honigwabenstruktur auf, die aus kleinen, mit Luft gefüllten Zellen besteht. Dieser Aufbau erzeugt Flexibilität und Stabilität. Außerdem ist jede Zelle von einer wasser- und luftdichten Membran umhüllt. Etwa 30-40 Millionen dieser Zellen sind in einem Kubikzentimeter Kork enthalten, d.h. zu etwa 85%-90% besteht Kork aus Luft, was zu einer sehr geringen Dichte von ca. 0,12-0,20/cm³ führt.

Bedingt durch diesen Aufbau, weist Kork einige bemerkenswerte und nützliche Eigenschaften auf.

 

  • Durch seine geringe Dichte schwimmt Kork sehr gut. Daher wird Kork schon seit Jahrhunderten als Schwimmer in der Fischerei verwand.
  • Seine Elastizität und Dichtigkeit lassen Kork als Flaschenverschlüsse und Dichtungen Verwendung finden. Kork ist undurchdringlich für Flüssigkeiten und Gase.
  • Ein niedriger Wärmeleitwert macht Kork zu einem der besten natürlichen Dämmstoffe
  • Kork ist im Temperaturbereich -200 bis +120 verwendbar, verhält sich feuerhemmend und setzt bei der Verrennung keine toxischen Gase frei

 

 

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Anwendungen

Was haben römische Sandalen und der Space Shuttle gemeinsam? Nun, in beiden „Produkten“ sorgt Kork für ganz spezifische Eigenschaften: einmal als Trittdämmung, einmal als Hitzeschutz. In der Tat bringt Kork von Natur zahlreiche Eigenschaften mit sich, die ihn zu einem Allround-Talent für eine Vielzahl von Anwendungen und Einsatzbereichen macht. Kork kann geformt werden, um nahezu jede Aufgabe zu erfüllen. In jeder beliebigen Form und Größe bietet Kork maßgeschneiderte Lösungen (Scheiben, Blöcke, Platten, Rollen, Granulat).

Im Folgenden sind einige der Möglichkeiten kurz skizziert:
im Mauerziegelbau, im Holzständerbau, bei Ziegel- und Holzbauwänden, in Naß- oder Trockenbodenaufbauten, für Aufdach- und Zwischensparrendämmung

  • als Wärme-Verbundsysteme
  • als natürliche Trittschall- und Wärmedämmung, zum Beispiel unter Parkett, Laminat, textilen Bodenbelägen, PVC u.a.
  • als natürliche Wärmedämmung an Wand und Decke, zum Beispiel als Untertapete
  • zur Vibrations- und Schalldämmung
  • für Informationstafeln und Pinwände
  • als Granulat (auch Korkschrot genannt) im Trockenausbau zur Schüttung in Ständerwänden und zur Zwischensparren-lsolierung in Holzbalkendecken

Einige Beispiele für technische Produkte aus Kork:
Abdeckungen, Isolierungen, Schwingungskontrolle, Gewichtsreduktion, Dichtung, Schalldämpfung, Antriebskörper, Energieerhaltung, Lastverteilung, Poliermittel

Einige Beispiele für sonstige Produkte aus Kork:
Schleifklötze, Untersetzer, Pinboards, Korkkugeln (Spielzeug, Dekoration u. a.), Sportartikel.

Außerdem gibt es immer wieder neue Varianten kreativer Verarbeitung und Anwendungen

  • in Mode und Konfektion
  • als Accessoires
  • als Aktenkoffer, Timer usw.
  • sowie als Präsente im weitesten Sinn.

Einige Fotos von Kork in seiner Verwendung:

Hitzeschutzschild der Ariane Rakete           Serpentin Pavillion London 2012              Sitzmöbel in Porto                                       Chalet in Pena/Sintra                           

everystockphoto-nasa-space-71636-o   serpentin_pavillion    Stadtmoebel   Chalet Pena